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EISKANTEEishockey & Eissport

Gesundheit & Ernährung

Eishockey Training: Aufbau einer Trainingseinheit

Wer erst auf dem Eis anfängt, hat die Hälfte verschenkt. Eine Einheit beginnt in der Kabine und endet nicht mit dem letzten Wechsel.

Gesundheit

Eine Gruppe wärmt sich im Hallengang mit Sprüngen und Ausfallschritten auf, die Schlittschuhe stehen noch aufgereiht an der Wand.
Der wichtigste Teil einer Einheit findet statt, bevor jemand das Eis betreten hat.

Eishockey ist eine Sportart mit extremen Lastspitzen. Eine Schicht dauert dreißig bis fünfzig Sekunden und wird nahezu maximal gefahren, danach folgen zwei bis drei Minuten Sitzen in kalter Luft. Ein Training, das diese Struktur ignoriert und stattdessen gleichmäßig durchläuft, bereitet auf das Spiel nur schlecht vor.

Zuerst an Land

Der Teil, der am häufigsten ausfällt, ist der wichtigste. Zehn bis fünfzehn Minuten an Land bringen den Kreislauf hoch, aktivieren Hüfte und Rumpf und bereiten die Sprunggelenke auf eine Position vor, in der sie durch den harten Schuh kaum arbeiten können. In kalten Hallen ist das keine Nebensache: ein kalter Muskel arbeitet schlechter und reißt leichter.

Sinnvoll sind lockeres Laufen oder Seilspringen, danach dynamische Bewegungen statt langem Dehnen: Ausfallschritte, Hüftkreisen, seitliche Sprünge, ein paar Antritte über wenige Meter. Statisches Dehnen gehört ans Ende der Einheit, nicht an den Anfang.

Eine Einheit von sechzig Minuten Eiszeit, grob geteilt
AbschnittDauerZweck
Aufwärmen an Land10 bis 15 MinutenKreislauf, Hüfte, Rumpf, Sprunggelenk
Einfahren8 bis 10 MinutenKanten, Gleichgewicht, Puckgefühl
Technikblock15 MinutenEine einzige Sache, sauber und langsam
Intensität15 MinutenKurze Vollgasintervalle mit echter Pause
Spielform15 MinutenEntscheidungen unter Druck
Ausklang5 MinutenLockeres Fahren, Puls senken

Technik vor Belastung

Der Technikblock gehört nach vorne, weil Bewegungsqualität mit steigender Ermüdung sinkt. Wer Kantenarbeit oder Passtechnik am Ende einer Einheit übt, übt vor allem, sie schlecht auszuführen. Und er sollte sich auf eine Sache beschränken: eine Kantenübung, eine Puckübung, mehr nicht. Drei Themen in einer Einheit hinterlassen keine Spur.

Intensität heißt auch Pause

Der Intensitätsblock imitiert das Spiel: kurze Belastungen bei hohem Tempo, dazwischen echte Erholung. Der häufigste Fehler besteht darin, die Pausen zu kürzen, weil eine Gruppe wartet. Damit wird aus einem Intervalltraining ein mittelmäßiges Dauertraining, das weder Schnelligkeit noch Ausdauer wirklich verbessert. Eine Belastung von dreißig bis fünfundvierzig Sekunden verlangt mindestens die doppelte, oft die dreifache Pause.

Vier Fehler, die man von der Bande aus sieht

  • Ohne Aufwärmen direkt in Sprints. Der Klassiker bei knapper Eiszeit.
  • Zu lange Wartezeiten in der Reihe: aus zwölf Minuten Übung werden drei Minuten Bewegung.
  • Technik am Ende, wenn niemand mehr sauber fährt.
  • Kein Ausklang. Der Puls fällt im Auto, nicht auf dem Eis.
Ein Parcours aus Hütchen steht auf der Eisfläche, ein Spieler fährt in engen Bögen zwischen ihnen hindurch.
Kantenarbeit sieht langweilig aus und trägt am weitesten.
Vier Spieler sitzen nach einem Intervall auf der Bank, die Helme abgesetzt, Dampf steigt von den Schultern auf.
Die Pause ist Teil der Übung, nicht ihre Unterbrechung.

Der Abschluss, den kaum jemand macht

Fünf Minuten lockeres Fahren am Ende senken den Puls, bevor der Körper aus der warmen Bewegung in die kalte Kabine wechselt. Danach folgt das statische Dehnen, vor allem Hüftbeuger, Oberschenkelrückseite und Waden, die im gebeugten Fahrstand dauerhaft verkürzt arbeiten.

Was danach passiert, entscheidet über die nächste Einheit: umziehen, trinken, essen. Wie das zeitlich funktioniert, wenn das Training um zweiundzwanzig Uhr endet, steht im Text über die Ernährung rund um die Eiszeit.

Die Woche um die Einheit herum

Eine oder zwei Eiszeiten pro Woche reichen nicht aus, um Kraft und Stabilität aufzubauen. Wer verletzungsfrei bleiben will, braucht zusätzlich Training an Land, und zwar solches, das Rumpf, Hüfte und Sprunggelenke adressiert. Welche Formen sich dafür eignen, steht im Text über Ausgleichssport in der spielfreien Zeit.

Rund ums Training

Warum eine Schicht überhaupt so kurz ist und was das für die Intervalllänge bedeutet, erklären die Positionen im Eishockey.

Und wer wissen will, wie ein Trainingsstand später in Zahlen sichtbar wird, findet den Zugang über die Scorerliste und die Torhüterwertung.